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E. REMINGTON & SONS
Teil 1: Die Anfänge


Eliphalet Remington II war der Sohn britischer Einwanderer (Eliphalet Remington, 1768-1828, Elisabeth Kilbourn, 1770-1843), die ihre Wurzeln in Yorkshire/England hatten. Er kam 1793 zur Welt und wuchs auf der Farm seiner Eltern auf.

Als er sich im Alter von 19 Jahren von seinem Vater eine Büchse für die Jagd wünschte, musste dieser aus Geldmangel den Wunsch verweigern. Kein Grund zur Resignation für den technisch begabten jungen Mann. Er sammelte Eisen und schmiedete in der Werkstadt der Farm zunächst einen eigenen Lauf. Als dieser zu seiner Zufriedenheit fertig gestellt war, brachte er ihn zum Ziehen zu einem Büchsenmacher im nahegelegenen Ort Utica. Dort erstand er auch eine alte Schlossplatte, welche er nach den Anweisungen des Büchsenmachers selbst reparierte und ergänzte.

Dem Büchsenmacher wurde klar, dass er ein Naturtalent vor sich hatte, und obwohl der junge Eliphalet Remington dem Lehrlingsalter längst entwachsen war, wurde er von dem Mann gefördert. Es ist nicht bekannt weil längst nicht mehr nachvollziehbar, welcher Zufall dazu führte, dass Eliphalet Remington – ohne jegliche Kenntnisse – eine für die damalige Zeit außergewöhnlich gute Stahlqualität schmiedete.

Jedenfalls baute der junge Remington im Jahr 1816 auf der Farm seines Vaters am Steels Creek, Herkimer County/New York eine Büchsenmacherwerkstatt auf. Zunächst verdiente er sein Geld mit der Herstellung von Läufen. Parallel bildete er seine Kenntnisse weiter, ergänzte seine Fähigkeiten dahingehend, dass er Schritt für Schritt vollständige Waffen in einer Weise erzeugen, dass sie Kundenanforderungen nicht nur genügten sondern Kunden tatsächlich überzeugten. In kurzer Zeit sprengte die Nachfrage die Kapazitäten des Einmann-Betriebes bei Weitem, doch ergab sich für den jungen Eliphalet Remington II zunächst keine Chance zur Expansion.

Erst Anfang der 1830er Jahre erwarb Remington Land in Ilion, New York. In einem flachen, einstöckigen Gebäude errichtete er seine erste Werkstatt auf eigenem Grund. Das Geschäft wuchs schnell, 1835 kaufte Remington den Maschinenpark von Ames & Co (Springfield), gleich mit einem teilweise unerfüllten Regierungsauftrag über mehrere tausend Karabiner. Kurz darauf folgte der Auftrag über 5.000 Harper’s Ferry Büchsen.


US Mod. 1841 Mississippi-Rifle aus E. Remingtons Produktion


Um 1840 begannen Remingtons erwachsen gewordenen Söhne – zunächst Samuel und Philo, etwas später Eliphalet Junior - aktiv Anteil am Geschäft des Vaters zu nehmen. Es ist überliefert, dass Eliphalet II bei der Erziehung seiner Söhne nicht nur die geschäftlichen Fähigkeiten förderte, sondern vor Allem auch auf das handwerkliche Verständnis für die Arbeit ihrer Branche achtete. Wenn einer der Söhne eine Flinte wünschten soll er gesagt haben: „Ich werde toleranter als mein eigener Vater sein und einen fertigen Lauf bereitstellen, den Rest hast Du aber selbst zu fertigen.“ Diese Praxis wurde akzeptiert und führte dazu, dass die alle an der Firma beteiligten Söhne das Geschäft auf einer breiten Basis beherrschten.


Schloss und Stempel der oben abgebildeten Mississippi Rifle

Kurz nach der Einführung des neuen Firmenwortlauts „E. Remington & Sons“ unternahmen die Remingtons Geschäftsreisen nach Washington, worauf ein weiterer Auftrag über 2.500 Harper’s Ferry Musketen sowie einer größeren Menge an Maynard „Perkussions-Magazin-Schlössern“ für die Armee folgte

E. Remington & Sons hatte sich mittlerweile als einer der bedeutendsten privaten Waffenproduzenten der USA etabliert. Längst keine kleine Einmann-Büchsenmacher Werkstatt sondern einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region. Mit viel geschäftlichem Geschick boten die Remingtons auch unbekannten Waffendesignern die Chance, ihre Ideen mit Hilfe der Produktionsmittel des Unternehmens in der Praxis zu beweisen. So entwickelten sich in den 1850er Jahren unter anderem die Kontakte zu Fordyce Beals , dem New Yorker Zahnarzt William H. Elliot sowie Joseph Rider. Diese Männer sollten den technischen Hintergrund zu Remingtons Geschäftserweiterung in den Bereich der Faustfeuerwaffen bieten.


Bildquellen:
Remington Society of America
NYGenweb Herkimer
CollectorsFirearms

E. REMINGTON & SONS
Teil 1: Die Anfänge


Eliphalet Remington II war der Sohn britischer Einwanderer (Eliphalet Remington, 1768-1828, Elisabeth Kilbourn, 1770-1843), die ihre Wurzeln in Yorkshire/England hatten. Er kam 1793 zur Welt und wuchs auf der Farm seiner Eltern auf.

Als er sich im Alter von 19 Jahren von seinem Vater eine Büchse für die Jagd wünschte, musste dieser aus Geldmangel den Wunsch verweigern. Kein Grund zur Resignation für den technisch begabten jungen Mann. Er sammelte Eisen und schmiedete in der Werkstadt der Farm zunächst einen eigenen Lauf. Als dieser zu seiner Zufriedenheit fertig gestellt war, brachte er ihn zum Ziehen zu einem Büchsenmacher im nahegelegenen Ort Utica. Dort erstand er auch eine alte Schlossplatte, welche er nach den Anweisungen des Büchsenmachers selbst reparierte und ergänzte.

Dem Büchsenmacher wurde klar, dass er ein Naturtalent vor sich hatte, und obwohl der junge Eliphalet Remington dem Lehrlingsalter längst entwachsen war, wurde er von dem Mann gefördert. Es ist nicht bekannt weil längst nicht mehr nachvollziehbar, welcher Zufall dazu führte, dass Eliphalet Remington – ohne jegliche Kenntnisse – eine für die damalige Zeit außergewöhnlich gute Stahlqualität schmiedete.

Jedenfalls baute der junge Remington im Jahr 1816 auf der Farm seines Vaters am Steels Creek, Herkimer County/New York eine Büchsenmacherwerkstatt auf. Zunächst verdiente er sein Geld mit der Herstellung von Läufen. Parallel bildete er seine Kenntnisse weiter, ergänzte seine Fähigkeiten dahingehend, dass er Schritt für Schritt vollständige Waffen in einer Weise erzeugen, dass sie Kundenanforderungen nicht nur genügten sondern Kunden tatsächlich überzeugten. In kurzer Zeit sprengte die Nachfrage die Kapazitäten des Einmann-Betriebes bei Weitem, doch ergab sich für den jungen Eliphalet Remington II zunächst keine Chance zur Expansion.

Erst Anfang der 1830er Jahre erwarb Remington Land in Ilion, New York. In einem flachen, einstöckigen Gebäude errichtete er seine erste Werkstatt auf eigenem Grund. Das Geschäft wuchs schnell, 1835 kaufte Remington den Maschinenpark von Ames & Co (Springfield), gleich mit einem teilweise unerfüllten Regierungsauftrag über mehrere tausend Karabiner. Kurz darauf folgte der Auftrag über 5.000 Harper’s Ferry Büchsen.


US Mod. 1841 Mississippi-Rifle aus E. Remingtons Produktion


Um 1840 begannen Remingtons erwachsen gewordenen Söhne – zunächst Samuel und Philo, etwas später Eliphalet Junior - aktiv Anteil am Geschäft des Vaters zu nehmen. Es ist überliefert, dass Eliphalet II bei der Erziehung seiner Söhne nicht nur die geschäftlichen Fähigkeiten förderte, sondern vor Allem auch auf das handwerkliche Verständnis für die Arbeit ihrer Branche achtete. Wenn einer der Söhne eine Flinte wünschten soll er gesagt haben: „Ich werde toleranter als mein eigener Vater sein und einen fertigen Lauf bereitstellen, den Rest hast Du aber selbst zu fertigen.“ Diese Praxis wurde akzeptiert und führte dazu, dass die alle an der Firma beteiligten Söhne das Geschäft auf einer breiten Basis beherrschten.


Schloss und Stempel der oben abgebildeten Mississippi Rifle

Kurz nach der Einführung des neuen Firmenwortlauts „E. Remington & Sons“ unternahmen die Remingtons Geschäftsreisen nach Washington, worauf ein weiterer Auftrag über 2.500 Harper’s Ferry Musketen sowie einer größeren Menge an Maynard „Perkussions-Magazin-Schlössern“ für die Armee folgte

E. Remington & Sons hatte sich mittlerweile als einer der bedeutendsten privaten Waffenproduzenten der USA etabliert. Längst keine kleine Einmann-Büchsenmacher Werkstatt sondern einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region. Mit viel geschäftlichem Geschick boten die Remingtons auch unbekannten Waffendesignern die Chance, ihre Ideen mit Hilfe der Produktionsmittel des Unternehmens in der Praxis zu beweisen. So entwickelten sich in den 1850er Jahren unter anderem die Kontakte zu Fordyce Beals , dem New Yorker Zahnarzt William H. Elliot sowie Joseph Rider. Diese Männer sollten den technischen Hintergrund zu Remingtons Geschäftserweiterung in den Bereich der Faustfeuerwaffen bieten.


Bildquellen:
Remington Society of America
NYGenweb Herkimer
CollectorsFirearms

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