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FUNKTIONALITÄT UND ELEGANZ
Die Samuel Colt-Story, Teil 3

Nach dem Erfolg des 1851 Navy Revolvers bemühte sich Samuel Colt mehrere Jahre lang, die schweren Dragoon Modelle zu verbessern. Sein Ziel war es, eine zuverlässige Waffe vom Gewicht der Navy-Revolver mit der Feuerkraft des Army Kalibers herzustellen. Doch alle Versuche scheiterten. Bis Samuel Colt auf die entscheidende Idee kam, nicht den Dragoon zu verkleinern, sondern den "Navy" zu vergrößern. Nicht zuletzt die Verwendung eines neu entwickelten Federstahls erlaubte es schließlich, auf dem Rahmen des Colt 1851Navy die Trommel und den Lauf für .44"cal Geschosse aufzusetzen. Auch die in einer Art Getriebe geführte Ladepresse stellte einen bedeutenden Zuwachs an Festigkeit dar. Zudem wurde ein etwas größerer Griff verbaut.

Zwischen 1860 und 1873 wurde das neue Army-Modell im Kaliber .44" hergestellt und ersetzte den bis dahin produzierten Colt Dragoon. Der neue Revolver erschien knapp vor Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges, mehr als 200.000 der von diesem Revolver erzeugten Einheiten gingen an die Regierung der Union. Das Design dieses Revolvers stellt den Höhepunkt von Colts ursprünglichem Konzept dar. Schlanker aufgebaut, leichter, mechanisch zuverlässiger, und doch von großer Durchschlagskraft, konnte man 1860 keinen besseren Revolver kaufen. Die Eleganz des Model 1860 Army beruhte nicht nur auf dem neuen Konzept der Laufpartie im geschwungenen Design, sondern wie oben beschrieben auf den erfolgreichen Versuch, den Rahmen des Navy-Modells - also des kleineren Revolvers im .36" Kaliber - mit der .44" Trommel und dem .44" Lauf zu verbinden. Die Trommel für das Model 1860 hat hinten den Durchmesser einer Navy-Trommel und kann so durch die Mechanik des Navy-Revolvers gesteuert werden. Erst im Bereich der Pulverkammern steigert sich der Durchmesser auf das für .44" Geschosse notwendige Maß, auch im Rahmen zeigt eine entsprechende Stufe.

Im darauffolgenden Jahr modifizierte Samuel Colt den "Navy" nach dem Design des 1860 Army Revolvers. Die neue, geschwungene Laufkonstruktion stand nun auch im Kaliber .36" zur Verfügung. Der Rest der Waffe wurde zwar mit verbesserten Materialien aber in der Konstruktion weitgehend unverändert vom 1851 Navy übernommen. Daher war für den 1861 Navy die abgestufte Trommel des Army Modells nicht erforderlich. Obwohl ebenfalls eine hervorragende Waffe, konnte Colt vom 1861 Navy aber nur mehr knapp 39.000 Stück verkaufen. Mit den Revolvern von Remington und Whitney waren ernstzunehmende Konkurrenten aufgetaucht, welche die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der Colts teils klar überboten. Auch bot Smith & Wesson mit ihrem Model No. 1 den ersten Revolver für Metallpatronen zum Verkauf an, das Ende der Perkussions-Ära zeichnete sich ab.

Samuel Colt erste Reaktion war der Versuch, die mehr als 10 Jahre zuvor mit den Pocket-Revolvern auf den Privatkunden-Markt erzielten Erfolge mit einer Serie neuer kleiner, aber durchschlagskräftigerer Revolver zu wiederholen. Dazu nutzte er die beim Model 1860 Army verwendete Technik, um die Rahmen der .31" Kaliber Pocket Revolver mit .36" Trommeln und Läufen zu kombinieren.

Zwei Modelle wurden gleichzeitig vorgestellt: Der Colt Mod. 1862 Pocket Navy kombinierte den Rahmen des Mod. 1849 Pocket mit einer glatten fünfschüssigen Trommel Geschosse im Kaliber .36". Ein spezielles Sheriff-Modell wurde ohne Ladepresse verkauft. Es wurde die achtkantige Laufkonstruktion der Colts aus den 1850er Jahren verbaut. Parallel kam der Colt 1862 Police auf dem Markt, für Kunden die das modernere Design des 1860 Army bevorzugten. im Prinzip ein Pocket Navy mit kannelierter Trommel und der modernen, ebenso eleganten wie robusten Laufpartie des 1861 Navy.

Bevor Samuel Colt auf die Herausforderung durch Remington und auch Starr ernsthaft reagieren konnte, verstarb er Anfangs 1862 im Alter von 47 Jahren. Für die nächsten Jahre sollte Elisha K. Root die Firma leiten.

FUNKTIONALITÄT UND ELEGANZ
Die Samuel Colt-Story, Teil 3

Nach dem Erfolg des 1851 Navy Revolvers bemühte sich Samuel Colt mehrere Jahre lang, die schweren Dragoon Modelle zu verbessern. Sein Ziel war es, eine zuverlässige Waffe vom Gewicht der Navy-Revolver mit der Feuerkraft des Army Kalibers herzustellen. Doch alle Versuche scheiterten. Bis Samuel Colt auf die entscheidende Idee kam, nicht den Dragoon zu verkleinern, sondern den "Navy" zu vergrößern. Nicht zuletzt die Verwendung eines neu entwickelten Federstahls erlaubte es schließlich, auf dem Rahmen des Colt 1851Navy die Trommel und den Lauf für .44"cal Geschosse aufzusetzen. Auch die in einer Art Getriebe geführte Ladepresse stellte einen bedeutenden Zuwachs an Festigkeit dar. Zudem wurde ein etwas größerer Griff verbaut.

Zwischen 1860 und 1873 wurde das neue Army-Modell im Kaliber .44" hergestellt und ersetzte den bis dahin produzierten Colt Dragoon. Der neue Revolver erschien knapp vor Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges, mehr als 200.000 der von diesem Revolver erzeugten Einheiten gingen an die Regierung der Union. Das Design dieses Revolvers stellt den Höhepunkt von Colts ursprünglichem Konzept dar. Schlanker aufgebaut, leichter, mechanisch zuverlässiger, und doch von großer Durchschlagskraft, konnte man 1860 keinen besseren Revolver kaufen. Die Eleganz des Model 1860 Army beruhte nicht nur auf dem neuen Konzept der Laufpartie im geschwungenen Design, sondern wie oben beschrieben auf den erfolgreichen Versuch, den Rahmen des Navy-Modells - also des kleineren Revolvers im .36" Kaliber - mit der .44" Trommel und dem .44" Lauf zu verbinden. Die Trommel für das Model 1860 hat hinten den Durchmesser einer Navy-Trommel und kann so durch die Mechanik des Navy-Revolvers gesteuert werden. Erst im Bereich der Pulverkammern steigert sich der Durchmesser auf das für .44" Geschosse notwendige Maß, auch im Rahmen zeigt eine entsprechende Stufe.

Im darauffolgenden Jahr modifizierte Samuel Colt den "Navy" nach dem Design des 1860 Army Revolvers. Die neue, geschwungene Laufkonstruktion stand nun auch im Kaliber .36" zur Verfügung. Der Rest der Waffe wurde zwar mit verbesserten Materialien aber in der Konstruktion weitgehend unverändert vom 1851 Navy übernommen. Daher war für den 1861 Navy die abgestufte Trommel des Army Modells nicht erforderlich. Obwohl ebenfalls eine hervorragende Waffe, konnte Colt vom 1861 Navy aber nur mehr knapp 39.000 Stück verkaufen. Mit den Revolvern von Remington und Whitney waren ernstzunehmende Konkurrenten aufgetaucht, welche die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der Colts teils klar überboten. Auch bot Smith & Wesson mit ihrem Model No. 1 den ersten Revolver für Metallpatronen zum Verkauf an, das Ende der Perkussions-Ära zeichnete sich ab.

Samuel Colt erste Reaktion war der Versuch, die mehr als 10 Jahre zuvor mit den Pocket-Revolvern auf den Privatkunden-Markt erzielten Erfolge mit einer Serie neuer kleiner, aber durchschlagskräftigerer Revolver zu wiederholen. Dazu nutzte er die beim Model 1860 Army verwendete Technik, um die Rahmen der .31" Kaliber Pocket Revolver mit .36" Trommeln und Läufen zu kombinieren.

Zwei Modelle wurden gleichzeitig vorgestellt: Der Colt Mod. 1862 Pocket Navy kombinierte den Rahmen des Mod. 1849 Pocket mit einer glatten fünfschüssigen Trommel Geschosse im Kaliber .36". Ein spezielles Sheriff-Modell wurde ohne Ladepresse verkauft. Es wurde die achtkantige Laufkonstruktion der Colts aus den 1850er Jahren verbaut. Parallel kam der Colt 1862 Police auf dem Markt, für Kunden die das modernere Design des 1860 Army bevorzugten. im Prinzip ein Pocket Navy mit kannelierter Trommel und der modernen, ebenso eleganten wie robusten Laufpartie des 1861 Navy.

Bevor Samuel Colt auf die Herausforderung durch Remington und auch Starr ernsthaft reagieren konnte, verstarb er Anfangs 1862 im Alter von 47 Jahren. Für die nächsten Jahre sollte Elisha K. Root die Firma leiten.

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