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MEHRERE SCHÜSSE IN DER TASCHE
Der Weg zum Perkussions-Revolver

Wesentlichster Nachteil der frühen Feuerwaffen war der komlizierte, langwierige Ladevorgang. Kaum hatten die Waffenschmiede Ende des 15. Jahrhunderts erste zuverlässige Zünd- und Abzugsmechanismen entwickelt, begannen sie - zunächst natürlich in Europa - nach Konzepten für mehrschüssige Schusswaffen zu suchen. Die naheliegendste Lösung war es, doppelläufige Waffen mit zwei Schlössern zu bauen. Nachteil: solche Waffen waren schwer, teuer, boten aber nicht mehr als lediglich einen zweiten Schuss.

Bereits 1597 schuf der Nürnberger Büchsenmacher Hans Stopler einen ersten Revolvere dessen Trommel händisch weitergedreht werden. Die Zündung basierte auf einem Vorläufer des Steinschlosses. Um 1690 waren hauptsächlich in Italien und Spanien Repetierwaffen entwickelt worden, die im Schaft Magazine für Kugeln und Pulver enthielten, beides wurde über einen komplexen Feder- und Kurbelmechanismus, in den Lauf geladen. Innovative Ideen für mehrschüssige Waffen waren also bereits früh vorhanden, allerdings fehlten die Fertigungstechniken für eine über Einzelstücke hinausgehende Produktion.

Artemus Wheeler aus Massachusettes erwarb im Jahr 1818 das amerikanische Patent für einen Steinschloss Revolver. Zunächst war dieser Revolver erstmals für eine automatisch rotierende Trommel konzipiert. Nachdem sich die technischen Probleme aber nicht beseitigen ließen, wurde der entsprechende Mechanismus wieder entfernt. Nun musste auch bei diesem frühen Revolver die Trommel händisch rotiert werden. Sie fasste 5 Schuss, der hintere Teil der Trommel mit dem Zündloch lief in einer Buchse. Die Pulverpfanne wurde vor jedem Schuss durch das Schließen der hohlen, mit Zündkraut befüllten Batterie automatisch gefüllt.

Der gebürtige Amerikaner Elisha H. Collier erwarb das Patent für die selbe Waffe in Großbritannien, Cornelius Coolidge für Frankreich. Zwar wurden 4.000 Stück der Waffe in England produziert, allerdings war sie kompliziert zu handhaben und für die militärische Nutzung zu fehleranfällig, weshalb die Waffen für die Nutzung durch indische Truppen "abgeschoben" wurden.

Samuel Colt kaufte im Jahr 1830 in London einen dieser Collier-Revolver. Angeblich inspiriert durch die Beobachtung der mechanisch gesteuerten Automatik des Steuerrads des Schiffes, auf dem er reiste wurde zu jenen Verbesserungen inspiriert, die letztendlich in der Entwicklung seiner berühmten Perkussions-Revolvern führten.

MEHRERE SCHÜSSE IN DER TASCHE
Der Weg zum Perkussions-Revolver

Wesentlichster Nachteil der frühen Feuerwaffen war der komlizierte, langwierige Ladevorgang. Kaum hatten die Waffenschmiede Ende des 15. Jahrhunderts erste zuverlässige Zünd- und Abzugsmechanismen entwickelt, begannen sie - zunächst natürlich in Europa - nach Konzepten für mehrschüssige Schusswaffen zu suchen. Die naheliegendste Lösung war es, doppelläufige Waffen mit zwei Schlössern zu bauen. Nachteil: solche Waffen waren schwer, teuer, boten aber nicht mehr als lediglich einen zweiten Schuss.

Bereits 1597 schuf der Nürnberger Büchsenmacher Hans Stopler einen ersten Revolvere dessen Trommel händisch weitergedreht werden. Die Zündung basierte auf einem Vorläufer des Steinschlosses. Um 1690 waren hauptsächlich in Italien und Spanien Repetierwaffen entwickelt worden, die im Schaft Magazine für Kugeln und Pulver enthielten, beides wurde über einen komplexen Feder- und Kurbelmechanismus, in den Lauf geladen. Innovative Ideen für mehrschüssige Waffen waren also bereits früh vorhanden, allerdings fehlten die Fertigungstechniken für eine über Einzelstücke hinausgehende Produktion.

Artemus Wheeler aus Massachusettes erwarb im Jahr 1818 das amerikanische Patent für einen Steinschloss Revolver. Zunächst war dieser Revolver erstmals für eine automatisch rotierende Trommel konzipiert. Nachdem sich die technischen Probleme aber nicht beseitigen ließen, wurde der entsprechende Mechanismus wieder entfernt. Nun musste auch bei diesem frühen Revolver die Trommel händisch rotiert werden. Sie fasste 5 Schuss, der hintere Teil der Trommel mit dem Zündloch lief in einer Buchse. Die Pulverpfanne wurde vor jedem Schuss durch das Schließen der hohlen, mit Zündkraut befüllten Batterie automatisch gefüllt.

Der gebürtige Amerikaner Elisha H. Collier erwarb das Patent für die selbe Waffe in Großbritannien, Cornelius Coolidge für Frankreich. Zwar wurden 4.000 Stück der Waffe in England produziert, allerdings war sie kompliziert zu handhaben und für die militärische Nutzung zu fehleranfällig, weshalb die Waffen für die Nutzung durch indische Truppen "abgeschoben" wurden.

Samuel Colt kaufte im Jahr 1830 in London einen dieser Collier-Revolver. Angeblich inspiriert durch die Beobachtung der mechanisch gesteuerten Automatik des Steuerrads des Schiffes, auf dem er reiste wurde zu jenen Verbesserungen inspiriert, die letztendlich in der Entwicklung seiner berühmten Perkussions-Revolvern führten.

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