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Wednesday, September 18, 2019 ..:: Faustfeuerwaffen » Hinterlader » Pistolen » Smith & Wesson Story Teil 1 ::..   Login

SMITH & WESSON STORY
TEIL 1: DIE ANFÄNGE

Bis heute ist Smith& Wesson einer der bedeutendsten Hersteller von Faustfeuerwaffen. Nachdem im deutschsprachigen Raum die Beschäftigung mit Schusswaffen vielen Vorurteilen unterliegt, ist hierzulande außer unter den Lesern einschlägiger Fachzeitschriften über die Geschichte dieser beiden außergewöhnlichen Waffenschmiede recht wenig bekannt.

Horace Smith kam 1808 als Sohn einer neuenglischen Familie in Cheshire, Massachusetts zur Welt. Nach der Grundschule nahm er eine Lehrstelle in der berühmten nationalen Waffenschmiede in Springfield an, wo auch sein Vater arbeitete. Dort erlernte er das Büchsenmacher-Handwerk.

Achtzehn Jahre lang arbeitete Horace Smith in Springfield. Anschließend war er bei verschiedenen Waffenschmieden beschäftigt und führte auch drei Jahre lang ein eigenes Unternehmen. Er entwickelte ein verbessertes Konzept für Hinterlader-Gewehre, das er 1851 patentieren ließ. Nachdem das eigene Geschäft nicht den gewünschten Erfolg brachte, ging Smith nach Worcester/Massachusetts, um für die Lauf-Fabrik Allen, Brown & Luther zu arbeiten, wo er auch Daniel B. Wesson kennenlernte.

Daniel Baird Wessen wurde am 18. May 1825 in Worcester, Massachusetts geboren. Sein ältester Bruder Edwin war in den 1840er Jahren einer der führenden Hersteller von Jagd- und Sportwaffen. Bei ihm begann Daniel nach seinem Schulabschluss im Alter von 18 Jahren die Büchsenmacher-Lehre, die er 1846 abschloss. Anschließend arbeitete er einige Jahre als Geselle bei verschiedenen Büchsenmachern, bevor er nach dem Tod Edwins im Jahr 1850 dessen Werkstatt für kurze Zeit übernahm. Anschließend wechselte er zu Allen, Brown & Luther.

Im Jahr 1852 schlossen sich Horace Smith und Daniel Baird Wesson zu ihrer ersten Partnerschaft zusammen. Beide hatten erkannt, dass die Tage von Vorderladerwaffen gezählt waren und die Zukunft der Branche in gänzlich neuen Konzepten zu suchen war. Sie kauften die Patentrechte des bereits durch mehrere Hände gegangenen Unterhebel-Repetiersystems von Walter Hunt. Hunt’s System basierte auf einem unter dem Lauf der Waffe liegenden Röhrenmagazin, in dem „Raketengeschosse“ – Projektile die ihre eigene Pulverladung verschlossen durch ein Zündhütchen – enthielten. Ein Unterhebel-Mechanismus beförderte jeweils ein Geschoss in den Lauf um es abzufeuern.

 

Zwar war dieses Prinzip sehr erfolgversprechend, aber durch die Art der Handhabung mehr für Langwaffen geeignet. Smith und Wesson waren aber hauptsächlich an Faustfeuerwaffen interessiert. Deshalb verbrachten sie sehr viel Zeit damit, die damals als „Volcanic System“ bekannte Unterhebel-Repetier-Technik auch als Pistole zu realisieren.

 

Allerdings waren diese umfangreichen Experimente nicht sehr erfolgreich. Unzählige Prototypen wurden hergestellt, kaum einer ging in Serie. Was  dem Unternehmen viel seines Potentials kostete. 1854 geriet die in Norwich/Conneticut angesiedelte Firma zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.

 

Noch im Jahr 1855 wurde der Hemdenfabrikant Oliver Winchester als neuer Investor gewonnen. Die Firma übersiedelte nach New Haven, ebenfalls in Conneticut. Daniel B. Wesson wurde Vorstand der neuen VOLCANIC ARMS CO., während Horace Smith die Firma verließ. Beide verkauften ihre Patentrechte an Oliver Winchester. Noch unter Wesson’s Leitung begann der Werkmeister Tyler Henry die Entwicklung seiner Randfeuer-Patrone, mit der das System zwischen 1860 und 1873 berühmt werden sollte. Horace Smith und Daniel B. Wessen hatten aber Ihr Interesse am Unterhebel-System verloren, bald verließ auch Daniel Wesson die VOLCANIC Arms. Co.

 

Und noch ein weiterer innovativ denkender Mitarbeiter der Waffenbranche trennte sich in dieser Zeit von seinem Arbeitgeber: Rollin White, einer der führenden Angestellten bei Colt in Hartford, fand bei seinem Arbeitgeber kein Gehör bezüglich seiner Ideen zu einem Hinterlader-Revolver, woraufhin er die Firma verließ und sein Konzept der Revolvertrommel mit vollständig durch die Trommel gebohrten Patronenkammern patentierte.

SMITH & WESSON STORY
TEIL 1: DIE ANFÄNGE

Bis heute ist Smith& Wesson einer der bedeutendsten Hersteller von Faustfeuerwaffen. Nachdem im deutschsprachigen Raum die Beschäftigung mit Schusswaffen vielen Vorurteilen unterliegt, ist hierzulande außer unter den Lesern einschlägiger Fachzeitschriften über die Geschichte dieser beiden außergewöhnlichen Waffenschmiede recht wenig bekannt.

Horace Smith kam 1808 als Sohn einer neuenglischen Familie in Cheshire, Massachusetts zur Welt. Nach der Grundschule nahm er eine Lehrstelle in der berühmten nationalen Waffenschmiede in Springfield an, wo auch sein Vater arbeitete. Dort erlernte er das Büchsenmacher-Handwerk.

Achtzehn Jahre lang arbeitete Horace Smith in Springfield. Anschließend war er bei verschiedenen Waffenschmieden beschäftigt und führte auch drei Jahre lang ein eigenes Unternehmen. Er entwickelte ein verbessertes Konzept für Hinterlader-Gewehre, das er 1851 patentieren ließ. Nachdem das eigene Geschäft nicht den gewünschten Erfolg brachte, ging Smith nach Worcester/Massachusetts, um für die Lauf-Fabrik Allen, Brown & Luther zu arbeiten, wo er auch Daniel B. Wesson kennenlernte.

Daniel Baird Wessen wurde am 18. May 1825 in Worcester, Massachusetts geboren. Sein ältester Bruder Edwin war in den 1840er Jahren einer der führenden Hersteller von Jagd- und Sportwaffen. Bei ihm begann Daniel nach seinem Schulabschluss im Alter von 18 Jahren die Büchsenmacher-Lehre, die er 1846 abschloss. Anschließend arbeitete er einige Jahre als Geselle bei verschiedenen Büchsenmachern, bevor er nach dem Tod Edwins im Jahr 1850 dessen Werkstatt für kurze Zeit übernahm. Anschließend wechselte er zu Allen, Brown & Luther.

Im Jahr 1852 schlossen sich Horace Smith und Daniel Baird Wesson zu ihrer ersten Partnerschaft zusammen. Beide hatten erkannt, dass die Tage von Vorderladerwaffen gezählt waren und die Zukunft der Branche in gänzlich neuen Konzepten zu suchen war. Sie kauften die Patentrechte des bereits durch mehrere Hände gegangenen Unterhebel-Repetiersystems von Walter Hunt. Hunt’s System basierte auf einem unter dem Lauf der Waffe liegenden Röhrenmagazin, in dem „Raketengeschosse“ – Projektile die ihre eigene Pulverladung verschlossen durch ein Zündhütchen – enthielten. Ein Unterhebel-Mechanismus beförderte jeweils ein Geschoss in den Lauf um es abzufeuern.

 

Zwar war dieses Prinzip sehr erfolgversprechend, aber durch die Art der Handhabung mehr für Langwaffen geeignet. Smith und Wesson waren aber hauptsächlich an Faustfeuerwaffen interessiert. Deshalb verbrachten sie sehr viel Zeit damit, die damals als „Volcanic System“ bekannte Unterhebel-Repetier-Technik auch als Pistole zu realisieren.

 

Allerdings waren diese umfangreichen Experimente nicht sehr erfolgreich. Unzählige Prototypen wurden hergestellt, kaum einer ging in Serie. Was  dem Unternehmen viel seines Potentials kostete. 1854 geriet die in Norwich/Conneticut angesiedelte Firma zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.

 

Noch im Jahr 1855 wurde der Hemdenfabrikant Oliver Winchester als neuer Investor gewonnen. Die Firma übersiedelte nach New Haven, ebenfalls in Conneticut. Daniel B. Wesson wurde Vorstand der neuen VOLCANIC ARMS CO., während Horace Smith die Firma verließ. Beide verkauften ihre Patentrechte an Oliver Winchester. Noch unter Wesson’s Leitung begann der Werkmeister Tyler Henry die Entwicklung seiner Randfeuer-Patrone, mit der das System zwischen 1860 und 1873 berühmt werden sollte. Horace Smith und Daniel B. Wessen hatten aber Ihr Interesse am Unterhebel-System verloren, bald verließ auch Daniel Wesson die VOLCANIC Arms. Co.

 

Und noch ein weiterer innovativ denkender Mitarbeiter der Waffenbranche trennte sich in dieser Zeit von seinem Arbeitgeber: Rollin White, einer der führenden Angestellten bei Colt in Hartford, fand bei seinem Arbeitgeber kein Gehör bezüglich seiner Ideen zu einem Hinterlader-Revolver, woraufhin er die Firma verließ und sein Konzept der Revolvertrommel mit vollständig durch die Trommel gebohrten Patronenkammern patentierte.

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