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DAS UNIKAT
Die Tiesing Unterhebel-Repetierbüchse

Beinahe ist man versucht, die im Folgenden beschriebene Büchse zum Thema einer Quiz-Frage zu machen. Es ist fraglich, ob sie hier im deutschsprachigen Raum überhaupt jemand erkennen würde. Was weder erstaunlich noch gar eine Schande ist, schließlich gibt es nur das eine hier abgebildete Exemplar dieses Typs.

 

Äußerlich erinnert das Gewehr stark an eine Winchester Mod. 1873, allerdings fehlt die Ladeklappe an der rechten Seite des Systemkastens, abgesehen von einigen anderen kleineren Unterschieden. Tatsächlich wurde die Waffe im Jahr 1877 von Frank W. Tiesing gebaut. Sie sollte ihm als Befähigungsnachweis für seine Bewerbungen als Büchsenmacher dienen. Die Rechnung ging auf: Tiesing bekam einen Job bei der Whitney Arms Company, dort wirkte er an der Entwicklung der Whitney-Kennedy Unterhebel-Repetierbüchse entscheidend mit, und noch an vielen weiteren Projekten.

 

Eli Whitney Jr. hatte offenbar einen fähigen Konstrukteur zur Unterstützung von Samuel V. Kennedy gesucht, der bei der Whitney Arms Company das Projekt des Unterhebel-Repetiergewehrs leitete. Frank Tiesing war dieser Mann, der sein Können nicht nur durch den Bau des gezeigten Gewehrs, sondern auch durch ein dafür erhaltenes Patent unter Beweis gestellt hatte. Auf der untenstehenden Aufnahme kann man die außergewöhnlich positionierte Ladeklappe des Tiesing Prototyps erkennen. Bei geschlossenem Unterhebel diente der Lift vor dem Abzugsrahmen als Ladeklappe. Eine zusätzliche Öffnung im Rahmen war somit nicht erforderlich.  

 

Für diese Erfingung erhielt Frank Tiesing am 22. Mai 1877 das U.S. Patent mit der Nummer 191.196, Grund genug für ihn, dieses Datum auf die Staubkappe des Rahmens zu gravieren.

 

Wie schon erwähnt entstand die Waffe im selben Jahr, in dem Tiesing auch das Patent für seine kombinierte Ladeklappe erhielt, also 1877. Das Gewehr hat keine Seriennummer, da es sich um ein Unikat sowie um Frank Tiesings persönliche Waffe handelte. Das Kaliber ist .44", die Büchse ist für die damals verbreitete .44WCF (44-40) Munition ausgelegt. das über die volle Länge unterhalb des 24" langen Achtkantlaufs montierte Magazin kann15 Patronen aufnehmen. Der Lauf weist 5 breite Züge mit schnellem Drall auf.

 

Die Gesamtlänge des Gewehrs beträgt knapp über 106cm. Der Systemkasten wirkt etwas gedrungener als jener des Winchester-Modells von 1873, die Mechanik funktioniert aber weitgehend identisch. Nur die Staubabdeckung, die Halterung des Schlagbolzens und der Patronenlift sind völlig anders aufgebaut.

 

Zum Visier: Das Korn ist gewöhnliche mit Hilfe eines Schwalbenschwanzes montiert, ebenso die damals übliche höhenverstellbare Jagdkimme. Bemerkenswert ist ein in der Messing-Schaftkappe eingelassener Gleitdeckel, hinter dem sich ein Hohlraum befindet welcher einen aus vier verschraubbaren Teilen bestehenden Reinigungsstock enthält.

 

Alle Stahlteile des Gewehrs sind blau brüniert, lediglich der Systemkasten, der Hahn und die vordere Schaftkappe sind buntgehärtet. Der Schaft selbst besteht aus gebeiztem und geöltem Walnuß-Holz.

DAS UNIKAT
Die Tiesing Unterhebel-Repetierbüchse

Beinahe ist man versucht, die im Folgenden beschriebene Büchse zum Thema einer Quiz-Frage zu machen. Es ist fraglich, ob sie hier im deutschsprachigen Raum überhaupt jemand erkennen würde. Was weder erstaunlich noch gar eine Schande ist, schließlich gibt es nur das eine hier abgebildete Exemplar dieses Typs.

 

Äußerlich erinnert das Gewehr stark an eine Winchester Mod. 1873, allerdings fehlt die Ladeklappe an der rechten Seite des Systemkastens, abgesehen von einigen anderen kleineren Unterschieden. Tatsächlich wurde die Waffe im Jahr 1877 von Frank W. Tiesing gebaut. Sie sollte ihm als Befähigungsnachweis für seine Bewerbungen als Büchsenmacher dienen. Die Rechnung ging auf: Tiesing bekam einen Job bei der Whitney Arms Company, dort wirkte er an der Entwicklung der Whitney-Kennedy Unterhebel-Repetierbüchse entscheidend mit, und noch an vielen weiteren Projekten.

 

Eli Whitney Jr. hatte offenbar einen fähigen Konstrukteur zur Unterstützung von Samuel V. Kennedy gesucht, der bei der Whitney Arms Company das Projekt des Unterhebel-Repetiergewehrs leitete. Frank Tiesing war dieser Mann, der sein Können nicht nur durch den Bau des gezeigten Gewehrs, sondern auch durch ein dafür erhaltenes Patent unter Beweis gestellt hatte. Auf der untenstehenden Aufnahme kann man die außergewöhnlich positionierte Ladeklappe des Tiesing Prototyps erkennen. Bei geschlossenem Unterhebel diente der Lift vor dem Abzugsrahmen als Ladeklappe. Eine zusätzliche Öffnung im Rahmen war somit nicht erforderlich.  

 

Für diese Erfingung erhielt Frank Tiesing am 22. Mai 1877 das U.S. Patent mit der Nummer 191.196, Grund genug für ihn, dieses Datum auf die Staubkappe des Rahmens zu gravieren.

 

Wie schon erwähnt entstand die Waffe im selben Jahr, in dem Tiesing auch das Patent für seine kombinierte Ladeklappe erhielt, also 1877. Das Gewehr hat keine Seriennummer, da es sich um ein Unikat sowie um Frank Tiesings persönliche Waffe handelte. Das Kaliber ist .44", die Büchse ist für die damals verbreitete .44WCF (44-40) Munition ausgelegt. das über die volle Länge unterhalb des 24" langen Achtkantlaufs montierte Magazin kann15 Patronen aufnehmen. Der Lauf weist 5 breite Züge mit schnellem Drall auf.

 

Die Gesamtlänge des Gewehrs beträgt knapp über 106cm. Der Systemkasten wirkt etwas gedrungener als jener des Winchester-Modells von 1873, die Mechanik funktioniert aber weitgehend identisch. Nur die Staubabdeckung, die Halterung des Schlagbolzens und der Patronenlift sind völlig anders aufgebaut.

 

Zum Visier: Das Korn ist gewöhnliche mit Hilfe eines Schwalbenschwanzes montiert, ebenso die damals übliche höhenverstellbare Jagdkimme. Bemerkenswert ist ein in der Messing-Schaftkappe eingelassener Gleitdeckel, hinter dem sich ein Hohlraum befindet welcher einen aus vier verschraubbaren Teilen bestehenden Reinigungsstock enthält.

 

Alle Stahlteile des Gewehrs sind blau brüniert, lediglich der Systemkasten, der Hahn und die vordere Schaftkappe sind buntgehärtet. Der Schaft selbst besteht aus gebeiztem und geöltem Walnuß-Holz.

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